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Wenn die Nacht kommt wird die Sehnsucht klarer…

Früher hab ich die Nacht sehr gemocht, die ganze Atmosphäre ist irgendwie klarer und freier, weil man in der Dunkelheit seine Sinne auf andere Dinge konzentrieren kann, wir führten die besten Gespräche immer nachts…
Jetzt aber habe ich Angst vor ihr und versuche sie aufzuhalten, ich mache mit Hanno abends Gutschein, alleine Pc zu spielen bringt nichts mehr es ist zu gering als das es als Ablenkung dienen könnte. Und wenn wir dann irgendwann fertig sind, dann gehe ich spazieren oder fahre zu Papa. Wenn ich dann irgendwann so müde bin, dass ich glaube der Geist und die Gedanken an dich und vor allem auch die Sehnsucht nach dir sind nun bereit sich einlullen zu lassen von der körperlichen Erschöpfung, dann gehe ich zu Bett.
Aber leider überschätze ich den Körper, obwohl ich manchmal denke, dass ich keinen Schritt mehr gehen kann sind die Gedanken immer noch da…
Es ist nichts konkretes was ich denke aber dein Bild oder irgendetwas von dir ist immer da. Aber manchmal denke ich auch konkret was du gerade tust und mit wem und gehe dabei erfahrungsgemäß lieber vom schlimmsten aus, weil ich mir einrede mein Gefühl dann besser kontrollieren zu können, aber das ist falsch…
So war es auch in der Nacht von Freitag auf Samstag als ich im Bett lag ging es wieder los, die Schmerzen und die Verzweiflung wurden immer stärker, ich schalte dann den Fernseher ein und gucke bis tief in die Nacht fernsehen um mich irgendwie zu betäuben . Ich wollte nur noch dass dieser Schmerz endlich aufhört, weil er so unerträglich war und da habe mir halb gewünscht , dass ich, wenn ich schlafe, nicht wieder aufwache um endlich diesem unerträglichen Schmerzen zu entkommen…

Es gab eine Zeit da dachte ich, ich könnte ich dem Schadensmann entgehen wenn ich mich Körperlich auspowern würde und das quasi als Kampf mit ihm betrachten, so wie ich es auch tat wenn du Bauchweh hattest. Ich erinnere mich an jenen Abend als du zu x gefahren bist und wir auf der Fahrt telefonierten, weil x mir bei studivz Fragen über dich gestellt hatte. Danach fuhr ich zum Deich, ich hatte mir Turnschuhe angezogen und einen Rucksack mit Wasser und einer Regenjacke dabei. Ich ließ das Fahrrad bei Fährmannsand stehen und lief von da aus nach Hetlingen, immer wenn ich nicht mehr konnte machte ich kurz Pause und rannte dann wieder los. In Hetlingen setzte ich mich einige Zeit an die Elbe und bemerkte erst durch eine zufällige Berührung am Arm wie kühl es geworden war. Zurück ging ich dann langsam, ich war körperlich erschöpft, ich hatte gekämpft… als ich zu Hause ankam war es bereits nach zwölf.
Dann vor einigen Wochen fuhr ich wieder zum Deich, diesmal ließ ich alles raus , weil ich dachte dann würde es besser und ich raste mit dem Fahrrad(bei dem immer noch das Licht kaputt ist) in die Dunkelheit. Meine Augen waren voller Tränen und ich schrie den Schadensmann an, er solle herkommen, damit wir kämpfen können und nicht weiter von hoch oben mit seinem Spieß so treffsicher und unglaublich schmerzhaft immer wieder zustechen, er sollte herkommen und wenn er stärker sein würde, würde er mich vielleicht töten, aber der Schmerz würde endlich aufhören und die Ohnmacht wäre nicht mehr da. Aber er kam natürlich nicht…
Er sticht nur weiter zu…

(Ich werde dir noch mehr von ihm erzählen, aber an dieser Stelle mache ich erst einmal Schluss, immer wenn ich hier schreibe kommt es mir so vor, als wäre es viel zu wenig, weil ich noch so viel in mir habe, aber ich merke nach einiger Zeit auch immer, dass es besser ist den Rest ein anderes Mal zu erzählen.)
Ich träume im Moment nicht mehr so viel von dir, zumindest nicht mehr so bewusst wie früher. Vorletzte Nacht träumte ich davon wie ein Mann mit langen Haaren auf einem Friedhof gehängt wurde, aber ich glaube da warst du nirgends. Es sind jetzt mehr Gedanken an dich und eine verzehrende Sehnsucht nach dir, die mich im Schlaf begleiten, ich spüre das selbst im Schlaf noch ein bisschen und wenn ich nur in der Nacht halbverschlafen aufs Klo gehe springen sie mich sofort wieder an , als hätten sie nur darauf gewartet mich aktiv ganz in Besitz zu nehmen.


P.S. Das Gras habe ich bei der Batavia gepflückt. manchmal muss ich sowas machen, aber dazu beim nächsten mal mehr...

Bis Bald!

18.8.08 23:10
 


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(20.8.08 12:40)
"Ich bin ein Stern am Firmament,
Der die Welt betrachtet, die Welt verachtet,
Und in der eignen Glut verbrennt.

Ich bin das Meer, das nächtens stürmt,
Das klagende Meer, das opferschwer
Zu alten Sünden neue türmt.

Ich bin von Eurer Welt verbannt
Vom Stolz erzogen, vom Stolz belogen,
Ich bin ein König ohne Land.

Ich bin die stumme Leidenschaft,
Im Haus ohne Herd, im Krieg ohne Schwert,
Und krank an meiner eignen Kraft."

verbrenne nicht in deiner glut, kranke nicht an deiner kraft und verachte nicht die welt, sondern such dir land zum rasten...

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